Tierquäler sind menschlicher Abschaum

Der geschilderte Sachverhalt ereignete sich bereits im vergangenen Sommer. Trotzdem möchte ich auf diesem Weg noch einmal veröffentlichen.

Gerade habe ich etwas für mich schreckliches und prägendes erlebt. Wir sind momentan im Sommerurlaub in Dänemark und waren heute, an diesem verregneten Tag, auf dem Weg zum Strand. Die Straße, die zwischen Fjord und Düne hindurch führt, ist ungefähr 3–4 Kilometer lang, bis auf ein paar Einbuchtungen einspurig und von zwei Seiten zugänglich, sprich befahrbar. Bei der Fahrt zu etwa der Mitte dieser Straße viel uns beim Blick über die Kurve ziemlich am Anfang ein dunkelroter Volkswagen T3 mit der üblichen Campingausstattung auf, der ungewöhnlich langsam fuhr. Als wir nun zu ihm aufschlossen sahen wir den Grund. Der Fahrer, ein etwa 50 jähriger Däne, hatte das Fenster heruntergekurbelt, aus dem eine Hundeleine mit einem kleinen Jack-Russel-Terrier am anderen Ende hing. Wir waren schockiert.

Der Fahrer führte doch tatsächlich seinen Hund Gassi, in dem er mit seinem Auto eine Straße mit kleinem Grünstreifen entlang fuhr. Sofort kam eine innere Aggression, gegen diesen Menschen, in mir und meiner Familie hoch. Wir haben selbst nun unseren zweiten Familienhund, einen Flat Coated Retriever, und konnten einfach nicht fassen, was wir da gerade gesehen hatten. Wir überholten, drehten aber nach etwa 500 Metern mit einem unglaublich schlechten Gewissen wieder um und wollten den Mann zur Rede stellen. Als wir ihn wieder sahen, hupte mein Vater und wir bekamen ein unschuldiges und unwissendes Handzeichen von diesem Herren zurück. Unsere Autos standen nun nebeneinander und die Scheiben waren unten. Mein Vater fragte genervt und offensichtlich sauer, was er denn da mache und ob es sein ernst sei. Er verstand Deutsch, aber eine richtige Antwort bekamen wir nicht. Dann sind wir einfach weiter gefahren.

In Deutschland hätte der Mann von uns eine Anzeige wegen Tierquälerei und Gefährdung des Straßenverkehrs erhalten. In Dänemark jedoch, sehen die Behörden vieles ziemlich anders, so dürfen beispielsweise freilaufende Hunde, auch von Touristen, einfach erschossen werden. Außerdem muss man bei einem Notruf erst ca. 10 automatische Ansagen abwarten, mit Anweisungen auf dänisch, bevor ein Mensch in der Notrufzentrale der Polizei ans Telefon geht.

Ich selbst fühle mich schlecht, weil wir nicht weiter gehandelt haben. Deswegen teile ich diese Geschichte, um es mir von der Seele zu schreiben.

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