Gemeinsam gegen Homophobie – #WirGegenHomophobie im Netz

Gegen Hass. Für Toleranz und Liebe.

Nach dem Skandal des sogenannten „STATEMENT“ von „MERT“ (mittlerweile gelöscht) bricht auf Twitter eine Welle der Gegner seiner homophoben Meinung los. Der Hashtag #WirGegenHomophobie trendet in Deutschland seit mehr als einer Stunde1.

Mit Nutzung dieses Hashtags spricht man sich selbstverständlich für mehr Toleranz und gegen eine Welt voller Homophobie aus. Jeder sollte die Möglichkeit haben, selbst über Dinge wie seine Sexualität zu entscheiden und egal, wie ein Mensch leben möchte, ob nun Hetero-, Homo- oder Transsexuell (etc.2 ), so sollte es ihm ohne Angst vor Ausgrenzung, Hetze, Beleidigung oder Gewalt möglich sein.

In Deutschland kann nach Artikel 5 (1) GG zwar jeder seine Meinung frei äußern, die Würde eines Menschen ist jedoch unantastbar [Art. 1 (1)]. Man kann also nicht einfach Menschen mit homosexueller Orientierung als unwürdige Menschen darstellen. Außerdem hat nach Art. 2 (1) GG jeder Bürger der BRD das Recht auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, solange er nicht die Rechte anderer verletzt. Des Weiteren trifft in diesem Fall noch Artikel 3 (3) GG zu, nach dem niemand wegen der Zugehörigkeit zu einer vorbestimmten Gruppe benachteiligt werden kann.

Selbst war ich schon in einer Situation, in der ich die Abneigung gegen Schwule live erlebt habe. Den Beitrag dazu in meinem Blog findet ihr hier.

Oft wird im Internet eine „Meinung“ als Meinung verkauft, obwohl sie beim näheren Betrachten offensichtlich Hass schürt. Das überwiegend junge Publikum ist teilweise leider äußerst manipulierbar und Teile nehmen als Meinung dargestellten Hass einfach an, ohne darüber nachzudenken. Sei es nun, weil sie zu ihrem Idol aufschauen und zwangsläufig die Meinung teilen müssen, um wie er/sie zu sein, oder weil sie selbst diesen Hass vertreten und in solchen Äußerungen nur Bestätigung finden.

In einer Welt, in der alles möglich scheint, gibt es immer noch Menschen, die nicht einsehen wollen, dass es Menschen gibt, die anders leben als sie selbst.

Dass es Hashtags wie #WirGegenHomophobie oder #loveislove 2017 noch geben muss und dass die damit vertretene Meinung nicht bereits in allen Köpfen ist, ist eine riesige Schmach, die die gesamte Bevölkerung bedenken sollte.

Ich finde es gut, dass sich in Zeiten der sozialen Medien so schnell und durch einfachste Mittel eine Bewegung für oder gegen einen Standpunkt bilden kann.

Der Post und fast 400 Kommentare sind im /de-Subbreddit unter folgendem Link erreichbar: https://www.reddit.com/r/de/comments/5wps6r/wirgegenhomophobie_auch_auf_reddit/


1 Stand: 28.02.2017 19:54:19 GMT+0100 (CET)

2 Hier sind auch weitere Formen der Sexualität gemeint, auf deren Aufzählung ich rein aus Gründen des Textflusses verzichtet habe. Ich möchte mit dieser vermeintlichen Abkürzung niemanden ausschließen, wie man meiner Meinung hoffentlich entnehmen kann.

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